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Ausbildung.plus Auszubildende übergeben Stern der Erinnerung
Ausbildung.plus Berufsschülerinnen und -schüler richten Gedenkfeier aus und übergeben Stern der Erinnerung

Ausbildung.plus Auszubildende übergeben Stern der Erinnerung

Wir sollten in Zukunft nicht wegschauen, sondern auch mutig sein, egal wie schwer es ist.“ Mit diesen mahnenden Worten eröffneten die Schülerinnen und Schüler der Ausbildung.plus-Berufschulklasse der Berufbildenden Schulen in Löningen die Gedenkfeier anlässlich des 77. Jahrestages der Reichspogromnacht des 9. November 1938.

In dieser Gedenkfeier wird im Alten Amt Löningen der systematischen Verfolgung, Verhaftung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus gedacht und an die Gräueltaten der Reichspogromnacht des 09.11.1938 erinnert.

Die diesjährige Feier wurde erstmals von angehende Industriekaufleuten im „Forum Hasetal“ ausgerichtet. Aus diesem Grunde nahmen auch die Personalleiter der an Ausbildung.plus beteiligten Unternehmen an der Veranstaltung teil. Die 19 Berufsschülerinnen und -schüler hatten die unter den Themen „Mut und Hoffnung“ stehende Veranstaltung im Rahmen des Politikunterrichtes unter Begleitung von Politiklehrer Daniel Göhrs vorbereitet. Während der Gedenkfeier erinnerten sie in Form einer Foto-Präsentation an das Leben zur Zeit des Nationalsozialismus und verdeutlichten anschließend was Mut und Hoffnung zu jener Zeit bedeutete. In diesem Rahmen berichtete Werner Nilles, Rektor i. R. und Autor, über die Vergehen an der jüdischen Bevölkerung in unserer Region und das unerschrockene und unerschütterte Wirken von Vikar Ernst Henn, dem „Retter von Löningen“.

20151117_stern2_small.jpgIm weiteren Verlauf der Veranstaltung stellten zwei Schülerinnen die Verantwortung aus den Geschehnissen der Reichspogromnacht für die heutige Zeit dar. Im ebenfalls bebilderten Vortrag gingen sie dabei auf die Flüchtlingskrise in Europa ein und forderten ein mutiges und hoffnungsspendendes Verhalten ein, damit eine dauerhafte Willkommenskultur bei uns entsteht. Hans Werner Büsching, Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Oldenburger Münsterland hob im Anschluss die Verantwortung des Einzelnen in der Zukunft hervor, die Erinnerung nachhaltig zu pflegen.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse verlasen bei der Übergabe des Sterns der Erinnerung an die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Essen die konkrete und persönliche Bedeutung von Mut in kurzen Statements. Die Veranstaltung schloss mit Worten von Brigitte Kemper, Leiterin der Berufsbildenden Schulen in Löningen, die die Botschaft der Veranstaltung im Alltag aller Anwesenden lobte.

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Im Anschluss an die Veranstaltung verteilten die angehenden Industriekaufleute kleine Sterne der Erinnerung, um auch im Alltag auf ein mutiges und hoffnungsspendendes Handeln hinzuweisen. Zum Gedenken legte die ausrichtende Klasse nach der Übergabe Gestecke am Vikar Henn Platz und am Stolperstein zur Erinnerung an die Geschwister Steinburg in der Tabbenstraße nieder.