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Zukunftsmodell „Ausbildung.Plus“ mit Sonderpreis ausgezeichnet
(v.l.): BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Stefan Bünting (IHK Oldenburg), Andreas Sostmann (Prokurist bei Wernsing Feinkost GmbH), Günter Lübke (Schulleiter der BBS am Museumsdorf), Werner von der Heide (Mitglied der Schulleitung der BBS am Museumsdorf), W. Arndt Bertelsmann (wbv Media).
Fotoquelle: BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung)

Zukunftsmodell „Ausbildung.Plus“ mit Sonderpreis ausgezeichnet

Für das Projekt „Ausbildung.Plus“ wurde die BBS am Museumsdorf mit dem Sonderpreis des „Hermann-Schmidt-Preis 2018“ ausgezeichnet. Das prämierte Projekt verknüpft eine auf zwei Jahre verkürzte kaufmännische Ausbildung mit einer sich daran direkt anschließenden anderthalbjährigen qualifizierten beruflichen Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt. Die Teilnehmenden erwerben somit einen Ausbildungs- und einen attraktiven Fortbildungsabschluss. Ziel ist es, leistungsstarken und -willigen Jugendlichen über eine duale Berufsausbildung Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen und sie frühzeitig an die Unternehmen der Region zu binden.

Die Jury würdigt das Projekt als attraktive Alternative zu einem betriebswirtschaftlichen Bachelor-Studium und betont neben der vorbildlichen Kooperation von Schule und regionaler Wirtschaft insbesondere den innovativen Charakter der durchgängigen Verknüpfung zwischen betrieblicher Praxis und schulischem Lernen.

Das diesjährige Wettbewerbsthema lautete „Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch berufliche Bildung“. Der Verein „Innovative Berufsbildung“ identifizierte und prämierte damit gezielt Projekte, die beispielhafte Modelle entwickelt und umgesetzt haben. Die Wahl des Themas erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Zahl der pro Jahr neu abgeschlossenen dualen Ausbildungsverträge in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen ist. Dies geht in erheblichem Maß auf den Rückgang der Zahl von Schulabgängerinnen und -abgängern zurück, doch entscheiden sich auch mehr junge Menschen heutzutage für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Ziel des Vereins „Innovative Berufsbildung“ – der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn sowie von wbv Media in Bielefeld getragen wird – ist es, mit dem jährlich verliehenen Preis auf innovative Ansätze in der Berufsbildungspraxis aufmerksam zu machen, diese zu fördern und als gute Beispiele zur Nachahmung zu empfehlen. Namensgeber ist der frühere Präsident des BIBB, Prof. Dr. Hermann Schmidt, der das Institut von 1977 bis 1997 leitete.

Die Preisverleihung fand am 6. Juni 2018 im Rahmen des BIBB-Kongresses „Für die Zukunft lernen: Berufsbildung von morgen – Innovationen erleben“ in Berlin statt. Weitere Preise gingen an die Karl-Volkmar-Stoy-Schule Jena sowie an die Ausbildungsbetriebe REWE Dortmund SE & Co. KG und ASSMANN Büromöbel GmbH & Co. KG, Melle.

Preisverleihung in Berlin

Quellenverweise:
Fotos: BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung)