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Praxismodul bei der Wernsing Feinkost GmbH zum Thema „Nachhaltigkeit“

Praxismodul bei der Wernsing Feinkost GmbH zum Thema „Nachhaltigkeit“

Erneut fand ein Praxismodul im Rahmen von Ausbildung.Plus des jetzigen zweiten Ausbildungsjahres bei der Firma Wernsing Feinkost GmbH in Addrup-Essen/Oldb. statt. Das Thema dieses Praxismoduls war „Nachhaltigkeit bei Wernsing“. Zur Veranstaltung waren neben den Auszubildenden des zweiten Lehrjahres der angehenden Industriekaufleute der BBS Außenstelle Löningen, auch die Lehrer sowie die Vertreter der an Ausbildung.Plus beteiligten Unternehmen eingeladen.

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung der Teilnehmer durch den Geschäftsführer Andreas Sostmann. Daraufhin präsentierten zwei Auszubildende von Wernsing das 1962 gegründete und in Addrup ansässige Unternehmen. Wernsing ist ein führender Hersteller von Kartoffel-, Feinkost- und Convenience-Produkten und gehört zur Wernsing Food Family, der Konzernmutter. In der Unternehmensgruppe wurden im Jahr 2019 ca. 1,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Nach der Unternehmenspräsentation gab Jana Ecke, Projektmanagerin im Bereich Nachhaltigkeit, einen sehr umfassenden Einblick in das Thema „Nachhaltigkeit bei Wernsing“.

Jana Ecke wies zum Einstieg des Themas auf die führende Fridays for Future Aktivistin Greta Thunberg hin und stellte so einen aktuellen Bezug zu dieser Thematik her. Darauf folgend wurde dann ein Ausblick über alle relevanten und prägnanten Aspekte des Klimawandels gegeben, um im Anschluss daran eine Verbindung mit dem eigenen Unternehmen herstellen zu können. Hierzu wurden die drei Säulen der Nachhaltigkeit als wesentliche Merkmale vorgestellt:

  1. Die ökologische Nachhaltigkeit:
    Diese beschreibt den weitsichtigen und rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, welches als zentrales Leitmotiv bei Wernsing lautet: „vermeiden, vermindern, verwerten“. Zur Umsetzung wurde dieser Bereich der Nachhaltigkeit in die Wertschöpfungskette der Firma eingebaut. Weitere Maßnahmen wie das zertifizierte Energiemanagement gemäß DIN EN ISO 50001, betriebseigene Biogas- und Photovoltaikanlagen, Installation von Nistkästen und Insektenhotels sowie vieles mehr wurde hier angeführt.
  1. Die ökonomische Nachhaltigkeit:
    Sie beschreibt die Maximierung des ökonomischen Ertrags bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der benötigten Eingangsressourcen. Ein Beispiel für die Umsetzung ist die kontinuierliche Optimierung im Bereich Verpackung, durch Gewichtsreduzierungen oder recycelbaren Monomaterialien. Weiterhin steht die Vermeidung von Papier mittels eines Dokumentenverwaltungssystem und die LED-Beleuchtung im Zentrallager als bereits realisierte Mittel im Fokus.
  1. Die soziale Nachhaltigkeit:
    Diese Form der Nachhaltigkeit beschreibt die bewusste Organisation von sozialen und kulturellen Systemen. Um dies erfolgreich in die Tat umzusetzen, hat sich Wernsing bei der IHK zum „TOP Ausbildungsbetrieb“ zertifizieren lassen. Darüber hinaus wurde das Gremium für soziales Engagement gebildet, welches sich betriebsintern bei „Mitarbeiter in Not“ oder bei sozialen Einrichtungen über Spenden engagiert. Dies waren lediglich einige Beispiele, um die Einsatzbereitschaft des Unternehmens darzulegen.

Anschließend erfolgten die Betriebsbesichtigungen innerhalb der Abteilung TK Pommes Linie 3 und der Zentralläger.

Nach Abschluss der Besichtigungen bedankte sich Frau Kemper für die Einladung und stellte in Aussicht, die gewonnen Eindrücke zum Thema Nachhaltigkeit zukünftig für den Berufsschulunterricht zu verwenden.